Montag, 20. Februar 2017

Das Thema Flüchtlinge - für Kinder aufbereitet

Copyright Markus Schneider


Titel: KRZSCHRK
Autor: Marcus Schneider
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
veröffentlicht am: 01.01.2017
Seiten 216
Genre Jugendbuch Detektivgeschichten
Sprache deutsch
Preis 7,48 Euro
ISBN 1542302900



Ich gebe dem Buch 5 Sterne ☆☆☆☆☆

Das Buch in einem Satz: Flüchtlinge – ein aktuelles Thema für Kinder aufbereitet

Inhalt:
In dem Buch handelt es sich um Charlotte. Sie geht ab diesem Schuljahr in die 9d des örtlichen Gymnasiums. Doch in diesem Schuljahr ist nicht nur das Klassenzimmer ein anderes; auch steht nicht mehr Herr Krawehl an der Tafel. Zusätzlich hat die Klasse 2 neue Mitschüler bekommen. Sarah und Jason. Mit Sarah bekommt Charlotte das erste Mal Berührung mit der Gruppe Flüchtlinge, die vor einem Jahr von dem Planten aus Lausia auf der Erde Notlandeten.

Sarah und andere Flüchtlinge würden gerne weiterfliegen, doch ihnen ist der Treibstoff ihrer Rakete ausgegangen. Müssen Sie sich jetzt dauerhaft auf der Erde einrichten oder kann ihnen jemand helfen?

Charlotte lernt mit Sarah jemanden kennen, anhand derer sie ihre Vorurteile kennenlernt. Schließlich überwinden Sie ihre Gegensätze und Charlotte verspricht Sarah zu helfen den Treibstoff für ihre Rakete zu finden. Mit dem Abendteuer entwickelt sich Charlotte persönlich so viel weiter, dass ihre Eltern ihr schließlich das Geheimnis um ihre Vorfahren und damit ihre Zukunft anvertrauen können.

Titelbild:
Das Titelbild finde ich gut gelungen. Es zeigt 2 Mädchen Hand in Hand. Man kann Sarah mit dem Umhang der Modernisten und dem Pyradon in der Hand erkennen. Beide umgibt eine Wolke – wie ein Schutzschild für ihre Freundschaft.

Schreibstil:
Mich hat sehr gut gefallen, dass in dem Buch auch elektronische Neuheiten wie Messages, Handytaschenlampe und Handyspiele vorkommen. Das entspricht der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen von heute. Das Buch ist sehr gut lesbar geschrieben. Es ist zum Schluss sehr spannend, so dass wir den letzten Teil des Buches in einem Zug gelesen haben.

Zwischendurch wird der Buchinhalt mit witzigen Zehnen und Kommentaren aufgefrischt. Dadurch fühlt man sich mit ins Buch hineingenommen

Kapitel V
Hier wird der aktuelle Schulalltag am Anfang eines neuen Schuljahres vorgestellt. Charlotte kommt sehr spät von Zuhause weg und kommt verspätet in ihrer Schule an. Am ersten Schultag gibt es ein neues Klassenzimmer und neue Plätze. Doch daran hat Charlotte gar nicht mehr gedacht. Auch nicht, dass sie in dem ganzen Ferien kein Wort mit ihrer Freundin Maud gewechselt hat. Wie sich Maud wohl vorgekommen ist? Mag mich Charlotte gar nicht mehr. Zum Glück findet sie in Mia Ersatz.
Gut, dass in der Klasse doch noch ein Stuhl für sie vorgesehen ist.

Hier findet man typische Jugendprobleme dargestellt. Die jeder irgendwann einmal erlebt. Die beste Freundin findet eine neue und lässt einen stehen oder man findet aus anderen „dummen“ Gründenkeine Zeit mehr sich mit den eigenen Freunden zu treffen. Ohne gegenseitige Aussprache zerbricht die Freundschaft und hinterlässt ein großes Fragezeichen des Warum. 



Kapitel X
In Charlottes Klasse ist  u.a. ein Mädchen aus der Rakete aus Lausia dabei. Beim ersten Schulausflug lernen sich beide näher kennen und stellen erste Gemeinsamkeiten fest. Anhand Sarahs lausischer Sprachkenntnisse kann diese in der Kirche entziffern, was neben der Gruft des Ortsheiligen steht.

Charlotte kommen die Sprachkenntnisse von Sarah sehr zu nutzen. Sie ist aber noch ziemlich befremdet wie Sarah riecht und sich kleidet.


Kapitel XV
Christine Meusel hat ihre Nachbarin Friederike eingeladen. Sie ist die Mutter von Sarah. Schon wieder ist Charlotte mit Sarah in Kontakt. KRZSCHRK ist der Titel des Buches. Hier wird verraten das es eine ausgesprochene Leckerei auf Lausia ist und auf der Erde nur als Nachahmung herzustellen ist, da wesentliche Zutaten fehlen.

Als die Glasscheibe im Hause Meusels von Lausianer eingeworfen wird, ist Charlotte sehr erzürnt über Sarah. Sie glaubt, dass Sarah schon die ganze Geschichte von dem Ortsheiligen kennt und noch mehr von ihrer persönlichen Geschichte weiß, wie sie. Die Lausianer erhoffen sich von Familie Meusel, dass diese das Pyradon besitzen, welches sie als Treibstoff benötigen, um wieder weiterfliegen zu könne.  Charlotte fühlt sich von Sarah hintergangen. Zudem stellen die alten Freunde von Charlotte sie vor die Wahl, ob Charlotte mit ihnen oder mit der Läusin Freundschaft halten wollen. Diese abrupte Abschieben aus dem Freundesbereich ihrer alten Freunde und das Abgeschobenwerden  in die Welt der Lausianer irritiert Charlotte ungemein.
Sie versteht ihre Welt nicht mehr. 


Kapitel XX
Auf der Meuselburg findet ein Archäologichamp statt. Das ist für Charly als Geschichtsfan sehr interessant und ein Muss daran teilzunehmen. Nachdem sie es geschafft hat mit List für sich und Sarah einen Platz zu ergattern, findet sich Jason als einziger Junge noch in die Gruppe mit ein.

In der Burg hört sie beim Kennelernen diese ein Gespräch mit, wo es um die Entstehungsgeschichte der Burg aus der Sicht des Herbergsvaters bzw. des Professors für Geschichte geht.  Charlotte wird vom Herbergsvater, von der Lehrerin und dem Professor immer wieder befragt, was sie selber über die Burg weiß und gebeten ihre Geschichte ihnen zu offenbaren.
 
Ende
Am ersten Tag des Campes erkunden sie die alte Burg und finden einen verlassenen Stollen unter der Erde. Hier erwartet der Professor Cater sie und bedroht sie mit einer Pistole und versucht sie hier festzuhalten. Dementgegen werden sie von ihrer Klassenlehrerin befreit, die sich nicht als alte schrullige Dame, sondern als sportliche junge Frau entpuppt.

Der Stollen wird gesprengt und gehofft, das Cater auch mit dem Geheimnis des Pyradons verschüttet wird. Sarah und ihrer Mutters Hoffnung auf das Wiedersehen mit Ehemann und Bruder sind zerstört.
Besser das Pyradon ist zerstört, als es gerät in falsche Hände.

Am nächsten Tag läd Christine Meusel wieder ihre Nachbarn zu Kaffee und Kuchen ein. Plötzlich überrascht sie der Professor und bedroht sie wieder mit der Waffe in den Keller zu kommen. Dort soll das Pyradon versteckt sein. Kein Familienangehöriger wusste davon, und das seitdem Ritter Kurt von Meusel es in die Wand im Keller eingebaut hatte. Das Pyradon war in der Kellerwand  hinter einem losen Stein. Sarah kann das Pyradon mittlerweile fühlen. Und plötzlich ist es da. Cater ist hoch euphorisiert und sieht sich schon am Ende seiner Wünsche und plötzlich ist er weg. Wohin nur? Sarahs Mutter erklärt, dass er sich irgenwohin gewünscht hat. Denn mit dem Pyradon werden Wünsche in Wirklichkeit versetzt. 

Jetzt ist das Pyradon da und Cater weg. Das sin die Besten Voraussetzungen, damit die Lausianer wieder ins Raumschiff steigen können, um ihre weitere Reise nach Lausia 2 anzutreten.

Charlotte erkennt, dass sie durch Sarah sehr viel Zwischenmenschliches gelernt hat, nicht nur ihre Familiengeschichte. Sie ist in diesem Schuljahr zu einer verantwortungsvollen Erwachsenen herangereift.



meine Lieblingszene
Ist die in der Jugendherberge als Sarah im Bett ist und Charlotte anvertraut, dass sie Heimweh nach ihrem Vater und Bruder hat. Bis dahin ist Charlotte auch noch gar nicht bewusst gewesen, das es ihr bei der ganzen Abenteueraktion nicht nur um Sie und ihr Abendteuer, sondern auch um Sarah und deren Zukunft geht. Sie bereut ihren Egoismus und beteuert Sarah zu helfen den Treibstoff für die Racket zu finden, um nach Lausia 2 fliegen zu können.


Meine Meinung:
In dem Buch spiegelt sich der Alltag von Jugendlichen sehr gut wieder. Man hat seine Freundschaften, doch diese verändern sich im Laufe der Pubertät. z.B. als ihre Freundin Maud plötzlich nichts mehr mit Charlotte zu tun haben will und lieber mit einem Mädchen abhängt, welche sie vor den Ferien gar nicht leiden konnte. Es ist sonderbar, aber mit einem mal sind manche Freunde einem nicht mehr so wichtig und man steht ratlos neben der Freundin und weiß nicht wie das kommt.

Zudem lernt man Menschen kennen, die man gar nicht einordnen kann. Schließlich stellt man fest, wie viel einem diese Freundschaft bedeutet und wieviel man dadurch in seiner Persönlichkeit weiterkommt.  Mit der Freundschaft mit Sarah musste sie lernen zu jemanden anderen bis ins letzte zu stehen. Ihre Freundin Sarah wird als „Nichtmensch“ in der Jugendherberge an einen anderen Tisch zum Essen geben. Charlotte wird von ihren Klassenkameraden schief angesehen, weil sie mit einer Läusin die schulfreie Zeit verbringt. Die Klassenkameraden stellen sie sogar vor die Frage, unsere Freundschaft oder die mit Sarah. Das Bringt Charlotte ziemlich ins Nachdenken.  

Mit dem Buch wird einen vor Augen geführt, dass es auch Menschen gibt, für die es sich lohnt einzusetzen, obwohl man das im ersten Moment gar nicht für sinnvoll hält.


Fazit
Uns hat das Buch sehr gut gefallen. Es greift die aktuelle politische Lage der vielen Flüchtlinge aus aller Welt in abgeänderter Form auf. Selbst als Erwachsener kommt man sehr ins Nachdenken. Es wird vom Wert eines Menschen berichtet und von dessen Ängsten und Hoffnungen der Zukunft und Vergangenheit. Alles Themen, die einen jungen Menschen in unserer Zeit sehr bewegen. Das Buch ist sehr zu empfehlen. Vielleicht hätte die Waffe, mit der die Kinder bedroht werden etwas harmloser sein können z.B. Knüppel. Aber das hat unsere Tochter gar nicht gestört. Es war eigentlich die einzige Zehne mit angedeuteter körperlicher Gewalt.


Danke
herzliches Dankeschön möchte ich an Herrn Markus Schneider sagen, dass ich das Ebook lesen durfte. Besonders gefreut hat mich, dass Herr Schneider an der Leserunde teilgenommen hat und sich bei mir immer wieder persönliche Mails geschrieben hat.


Mittwoch, 1. Februar 2017

Lydia Grindt - 827 Jahre Lebenserfahrungen

Copyright BoD Verlag
827 Jahre Lebenserfahrungen von Lydria Girndt

Autorin Lydia Girndt 
veröffentlicht am 14.11.2016
Seiten 156
Genre Biographien
Sprache deutsch
Preis 8,90 Euro Taschenbuch  E Book 5,99 Euro
ISBN 9-783741-275 609



In einem Satz: Wer JA zum Leben sagt: Lebt länger Besser.


Inhalt:
Ilse G.
Motto: auf Menschen zugehen
Sie hatte eine große Eigeninitiative und geht immer wieder auf andere zu. Da darf man keine Angst haben  abgelehnt zu werden oder eine Ablehnung als persönlich zu nehmen. Man muss auch immer wieder neu anfangen können, denn nicht jeder hat jederzeit Zeit für einen.

Erstaunlich sind die detaillierten Erinnerungen an die karrierte Hose ihres späteren Mannes und die immer weißen Hemden. Es sah ja auch sicher immer sehr gut und gepflegt aus.

Es ist nicht einfach mehrere Leute zufriedenzustellen, die Warten. Wenn man im Krankenhaus liegt, hat man alle Zeit der Welt und fragt sich, wann jemand an einen denkt. Aber der Besucher muss ja erst einmal ins Krankenhaus kommen und weite Wege auf sich nehmen. Da wird die Zeit für den Besuch noch eingeschränkter mit Parkplatzsuche, Zimmersuche uvm. Der Besucher ist ganz aufgeregt von der Anreise und sieht die Probleme die zurückbleiben und kann kaum die gemeinsame Zeit mit dem Patient geniesn.

Ilse war es sehr wichtig immer sinnvolle Aufgaben in Form von Arbeit, Familie und Freundinnen zu haben. Das gibt das Gefühl gebraucht und wertvoll zu sein.

Ein Hund zu haben ist sicherlich als Alleinstehende eine gute Möglichkeit die Tagesstruktur beizubehalten.
Da muss man sich um einen anderen Kümmern und muss an der Luft sich bewegen.

Hanna S.
Ihr Lebensmotto: Wenn ich helfen kann!

Anscheinend war der Name Hanna bei Hanna S. sehr üblich. In meiner Stadt kenne ich ihn nicht so oft. Er kommt vor – aber überschaubar und hat für mich einen sehr positiven Klang. Er bedeutet für mit „die Gesegnete hebr.“ und das ist eine wunderschöne Bedeutung.

Es ist schon eine erstaunliche Art der Familiengründung, wenn man von einem Prediger gefragt wird die Mutter eines wildfremden Kindes und wildfremden Ehemannes zu werden. Damals war das vielleicht eher möglich. Heutzutage könnte ich mir das gar nicht vorstellen. Da sagen sicher die Frauen eher nein. Mein Wohl ist mir wichtiger.

Desto Grösser ist der Schlag als Hanna dann mit 4 Kindern und plötzlichen Tod des Ehemannes zurückbleibt.

Hanna hat ein schönes Motto für diese unerklärbaren Schicksalsschläge: So ist es eben..

Dankbar zu sein, das Friede in der Familie ist, eine gute Ausbildung möglich war und diese auf eigenen Füßen stehen und zusammenhalten ist ein großer Pluspunkt  im Leben.

Christel B
Es ist ein interessanter Gesichtspunkt die Flucht als Abendteuer zu sehen und nicht die Angst vorherrschen zu lassen. Ihr großer Vorteil war, dass sie die deutsche Sprache gut konnte als Deutsche aus nur einem anderen Teil von Deutschland. Heutzutage ist es da mit den Flüchtlingen aus arabischen Ländern viel schwieriger. Aber um die Seele hat sich damals auch niemand gekümmert. Das ging ja auch bei sovielen Leuten nicht. Es hat aber scheinbar bei nicht allen Leuten zu großen Problemen geführt. Seelische Probleme gibt es ja heute auch noch – vielleicht besonders in der Wohlstandskultur.

Erstaunlich wie viele Leute damals nach dem Krieg sich doch wiedergefunden haben. Ohne Internet stelle ich mir das sehr schwer vor, denn wo soll man nach jemanden suchen? Im Buch wird das Rote Kreuz erwähnt. Da gab es Suchkarteien.

Christel genießt es, dass ihre Tochter im Nebenhaus wohnt. Ihre große Freude sind die Urenkel und Enkel.

Sie hat versucht an jedem Augenblick, der Gut ist zu genießen und an jedem Augenblick, der Schlecht ist etwas Gutes zu finden.

Egon W.

Ist Mitglied der Landeskirchlichen Gemeinschaft. In ihr wird viel Wert auf Zusammenhalt und Glauben im Alltag gelegt.  Er war Betriebsprüfer und hatte dadurch viel Kontakt zu anderen Menschen.

Das große Familieninteresse war der gemeinsame Glaube, der Halt, Trost und Mut zur Entscheidung gab. Ihm geben auch die Enkel und Urenkel Kraft zum Weiterleben und Lebensfreude.

Gunter G.
Er war im Nachhinein verwundert, dass er im Krieg die Gefahr gar nicht so gespürt hatte. Je näher die Gefahr  war, desto weniger spürte man diese. Irgendwie ist es ja auch heute so, dass die eigentliche Gefahr einer Situation einem erst im Nachhinein bewusst wird.

Er ist stolz aus eigener Leistung hochgearbeitet zu haben. Schade, dass sich seine Frau von ihm getrennt hat. Aber die Schwester seines Arbeitskollegen half beim Babysitten und wurde seine 2. Frau. Er ist ein mitreisender Erzähler.

Sein Lebensmotto: einen Willen muss man haben, hartnäckig dranbeilben, dann wird es einem gelingen.

Delia und Fritz: gemeinsam lachen
Sie sind froh, dass die Verwandtschaft in der Nähe ist und dort integriert sind. In einer früheren Wohngegend waren die Leute so „anders“.
Sie lachen viel und wissen, dass zuviel Ernstnehmen nicht nützt.
Fritz ist darauf aus, dass es seiner Frau gutgeht und das ist ihm sehr wichtig. Dann geht es ihm auch gut.

Dela: Will sich nicht mit dem schlimmen in der Welt belasten. Sie ändert ja nichts. Was soll es? Sie kann über eigene Fehler lachen und das ist ihr sehr wichtig. Sie nützt ihre Kraft um sich um andere zu Kümmern und das vertreibt Gedanken, dass es einen schlecht gehen könnte. Geradezu bekommt man ein Dankbarkeitsgefühl über das was bei einem so gut ist.

Für sie ist es sehr wichtig sich das Gute im Leben bewusst zu machen. Das bringt Zufriedenheit mit sich und das ist lebenswichtig.

Hanne R.
Sie wird uns als natürlich, bodenständig und unkompliziert beschrieben.
Ihre Jugend hat sie teilweise in Bayern auf einem Bauernhof verbracht. Die katholische Religion war ihr nicht durchschaubar und als Evangelische wurde sie nicht als vollwertige Christin geachtet.

Trotz des Grauens der damaligen Zeit hat sie immer eine positive Grundeinstellung behalten.

An ihrem Mann hat sie sehr geschätzt, dass er sie zu den gemeinsamen Veranstaltungen abgeholt und nach Hause gebracht hat. Das hat ihm sehr viel Zeit gekostet, hat sich aber ausgezahlt.

Hanna kann sich sehr für das Gute im Leben begeistern und sieht im Schweren auch immer wieder etwas Gutes.

Mariese: Chancen ergreifen

Uns wird eine sportliche, elegante und aktive Damen beschrieben, die als Einzelkind aufwuchs.

Sie stellt fest, dass es früher schwerer war seine Möglichkeiten auszunutzen. Deshalb hat man sie mehr genossen.

Sie musste sich nicht groß um Dinge bemühen. Ihr kamen die Dinge im Laufe des Lebens entgegen. Das empfindet sie als sehr ermutigend. Sie muss nicht produktiv sein und etwas bewirken um sich wertvoll vorzukommen. Marliese kann warten.

Sehr zufrieden macht, dass sie gesund ist, Fahrrad fahren kann und das Schöne genießen kann. Aber es belastet sie sehr stark, dass ihre eigene Tochter an Krebs erkrankt ist und psychisch nicht stabil ist.

Für Mariliese ist es sehr wichtig die Augen für Chancen zu öffnen und sich vielseitig einzubringen.

Marie – nicht jammern, sondern machen

ihre große Liebe sind Kartoffelpuffer. Meine sind es auch. Sie schmecken so wunderbar und ich kann davon Mengen essen – mehr als mir lieb ist.

Ihr Mann ist ihr aufgefallen, weil er so gepflegt aussah. Leider war er nicht gesprächig und bei der Verwandtschaft musste sie immer reden.
Marie ist gerne auch mal alleine und genießt das Schöne zu sehen.

Sie hat ein großes Durchsetzungsvermögen. Wenn sie etwas will, setzt sie alles dran es zu bekommen. Ihr ist wichtig eine Beschäftigung zu haben, die sie ausfüllt und ihrem Möglichen Leistungsstand entspricht.

Gemeinsamkeiten
Alle Interviewpartner haben zuverlässige Beziehungen gesucht und sich dennoch auch um andere Gekümmert. Ihnen war es wichtig möglich lange sinnvolle Aufgaben im Bezug auf andere Mitmenschen zu haben, sich einzubringen und viel zu lachen. Sie wollten ihr eigenes Auskommen haben. allen war wichtig das Erfreuliche höher zu schätzen als das Unerfreuliche. Das ist aber eine spezielle Eigenschaft von Lebensbejahenden Menschen und Trainingssache.



Meine Meinung
Es lässt sich fragen, ob nicht eine Lebensbejahende Einstellung viel mit der geistigen Fitness im Alter zu tun hat. 80 Jahre und noch so aktiv zu sein, ist nicht selbstverständlich. Da sind schon viele Menschen sehr viel früher nicht mehr so leistungsfähig.

Es ist interessant mit welchen Strategien, oft mit derselben Lebenseinstellung die Menschen ihr Leben gemeistert haben.
Grundsätzlich ist es gut das Schlechte auszublenden und das Gute zu betonen.
Das gelingt nur den wenigsten Menschen. Schlechte Botschaften hören sich doch besser an und verbinden oft mehr als Gute.

Die Lebenseinstellung: So ist es eben finde ich auch sehr hilfreich. Weil man dann nicht immer "Warum" fragt und eine Wertung des eigenen Tuns oder Geschehens erhofft.

Auch die Tatsache, dass wenn die Gefahr gerade akut ist, man sich gar nicht gewusst ist, wie schlimm die Gefahr wirklich ist. z.B. Gunter G.


Die Idee mit dem Hund werde ich mir merken, wenn ich einmal so alt bin und alleine im Haus leben muss. Momentan geben meine Kinder die Tagesstruktur vor.

Es ist wichtig sinnvolle Aufgaben im Leben zu finden. Eine der sinnvollen Aufgaben in meinem Leben finde ich das Schreiben von Rezensionen. Es ist schön Kontakt zu den Autoren zu haben und an derem Leben und an der Entstehung von Büchern mitzuwirken.

Das Cover finde ich sehr ansprechend. Die dunkelrote Farbe ist beruhigend und hat einen Anschein von Altersweisheit. Das Foto von Ilse G. stellt für mich den Anfang des Lebens dar und die Frage worauf es ankommt? Ja worauf kommt es an. Das haben uns die vielen Menschen verraten.



Danke sagen möchte ich Frau Girndt für die Überlassung des Rezensionsexemplares.
Ich fand es sehr schön, dass Frau Girndt an der Leserunde teilgenommen hat und das Buch so flott mir zugekommen hat lassen.


Aus dem Grund gebe ich dem Buch 5 Sterne ?????

Lizenz zum Essen von Gunter Franz

copyright Piper Verlag
Lizenz zum Essen
Verlag  Piper
veröffentlicht am 25.02.2008 
Genre Sachbuch
Sprache deutsch
Preis 8,95 Euro
ISBN 9783492 253703 
Sterne: ★★★★★





In einem Satz:
Übergewicht ist eine Auswirkung des Alltagsstresses
Je weniger man sich um sein Gewicht stresst, desto weniger nimmt man zu.


Inhalt:
In diesem Buch wird sich die Frage gestellt, woher es kommt, dass immer mehr Menschen in der heutigen Zeit zu Übergewicht und Verdauungsproblemen neigen.

Gunther Frank hat das Buch in verschiedene Kapitel eingeteilt, die mit
Körpertypen, Vererbung, Kalorienverwertung, Diäten, Stress, Bewegung und Sport, Abspeckprogramme, Essstörung, Licht, Medikamente, Verdauungstypen, Pflanzenabwehrstoffe, Bio und Vollwert, Vitamine, Stress und Verdauung, Erfahrungsheilkunde, Workshop: Meine Lizenz zum Essen u.a. eingeteilt ist.

Er schreibt, dass es eine neue Religion gibt:
Die schlanken Rechtgläubigen, fit und diszipliniert, ewig jung werden von der Krankenkasse durch niedrige Beiträge belohnt.
Im Gegenzug werden die Menschen mit molliger Körperstatur als faul, verfressen und undiszipliniert beschrieben. Sie werden belehrt, wie unverantwortlich sie sich verhalten und eine  Last für die Gesellschaft darstellen.

Dieses Verhalten stellt ungemeinen Stress dar, wenn man eh nicht sehr selbstbewusst ist und Angst vor Ausgrenzung hat.

Dagegen schreibt Gunter Frank ist es geradezu normal, dass es Leute gibt, die Schlanker sind und andere die Molliger sind. Es gibt unterschiedliche Körperbautypen und von daher ist jeder Typ gerechtfertigt. Der BMI sagt ja auch nur aus, dass in diesem Bereich des Normwertes die meisten Menschen liegen. Es ist nur ein Durchschnittswert. Er sagt  nur aus, dass Menschen im Normbereich möglichst häufig vorkommen. Die  Einteilung in gute Menschen und schlechte Menschen wird nur daraus interpretiert.
Normal zu sein ist eine relative Sichtweise. Wenn man aber nicht normal ist, erzeugt das Stress.

Ein großer Auslöser der Gewichtszunahme ist die Vererbung. Nicht falsche Ernährung und zu wenig Bewegung lösen die Gewichtszunahme aus, sondern die Gene und als Verstärker der Stress nicht normal zu sein. Der Stress löst besonders Appetit auf Dinge aus, die man vermeiden möchte zu essen. Das ist das Fatale an der Gewichtsproblematik. Je mehr man sich aufs „Nichtessen“ konzentriert, desto mehr Appetit kommt man auf die Dinge, die nicht erwünscht sind. 

Herr Gunter Frank rät sich satt zu essen und kein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Es ist normal, dass man je älter man wird Gewicht zunimmt. Die Gewichtszunahme ist nicht schädlich. eher ist es schädlich zu wenig Gewicht zu haben im Alter z.B. als Sturzprofilaxe.

Es ist das große Problem der Menschheit, von anderen Menschen angenommen werden zu wollen. In unserer Gesellschaft gilt die Regel: ich habe dich nur lieb, wenn du schlank bist. Das ist aber sehr verehrend und diskriminierend für viele Bewohner des Landes und sollte man sich klar darüber machen, das die auch eine Art von Mobbing und Ausgrenzung ist.

Ein Tipp zur besseren Verdaulichkeit des Essens ist lt. Gunter Frank der Tischspruch oder das Tischgebet. Hier wird vor dem Essen innegehalten und der Darm kann sich aufs Essen einstellen und kann entspannen. 


Meine Meinung:
Ich finde den Cover sehr aussagekräftig. Der angegessene Schokokuß ist sehr gut als Beispiel für entsagendes Essen und Verzicht.

Das Buch schreibt in einer gut leserlichen Schriftgröße und guten Kontrast sehr eindrücklich wie es einer großen Bevölkerung ergeht, die nicht der „Norm“ entsprechen.

Eigentlich ist es im Sinne der Wirtschaftlichkeit geradezu verheerend  so viele Menschen unter den Generalverdacht von Faulheit und Disziplinlosigkeit zu stellen. Wenn man bedenkt, dass ja eigentlich jeder Mensch das Bedürfnis nach Anerkennung hat, ist es gerade den molligen Menschen erschwert sich selbst anzunehmen. Sie spüren jeden Tag, dass sie nicht „normal“ also unerwünscht sind.  Diese Gefühle von nicht angenommensein erzeugen Stress und sind förderlich für Übergewicht und psychische Probleme.

Der Autor geht sehr gut auf die hauptsächliche Problematik der Übergewicht dem Stress ein.

In vielen Diagramen wird bildlich dargestellt, was im Buch anhand des Textes erklärt wird.

Im Gegenzug zum Übergewicht werden die Essstörungen erwähnt und Verdauungsstörungen.


Fazit:
Ich finde das Buch sehr empfehlenswert zum Lesen. Insbesondere ist das Körpergewicht und die Folge gesellschaftlicher Anfeindung ein großes Problem vieler Menschen in den westlichen Ländern.  In dem Buch wird aufgezeigt, das nicht der Einzelne Schuld an seinem Verhalten hat, sondern die Gene und der Alltagsstress einen großen Brocken am Gewicht mitschulden.

Zudem ist die Frage: Was ist an etwas mehr Gewicht so schlimm? Mithilfe des Buches besteht die Möglichkeit umzudenken. Es macht keinen Sinn im Leben dauerhaft mit schlechtem Gewissen herumzulaufen, nur weil man ein paar Gramm mehr auf den Rippen hat, wie eigentlich der BMI es vorschreibt. Auch ist es nicht sinnvoll seine Kinder dem Diktat des BMI zu unterwerfen. Je weniger man sich um sein Gewicht stresst, desto weniger nimmt man zu.

Dank:
Ich habe dieses Buch in der Bücherei in Ansbach ausleihen dürfen und bin froh, über die überaus breit gestreute Möglichkeit Bücher vor Ort zu finden.

Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel von Thorsten Brenscheidt

Copyright Lichtzeichen Verlag
Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel?
Autorin Thorsten Brenscheidt
Verlag Lichtzeichen                                                       
veröffentlicht am 01.01.2014
Genre christliches Sachbuch
Sprache deutsch
Seiten 335 
Preis 9,23 Euro Ebook
ISBN 9783869549095




In einem Satz: Glaubst du an Gott oder glaubst du deinem Gefühl



Inhalt:
Thorsten Brenscheidt zeigt in dem Buch auf, wie sich der Glaube an Gott von der Zeit Jesu bis heute verändert hat. Im Mittelalter war der strikte Glaube an das Wort eine geistliche Autorität. Heutzutage erklärt man sich von derartigem Denken befreit. Als freier, aufgeklärter und selbstbestimmter Mensch, der beweisbare Naturgesetze kennt, denkt nicht mehr objektiv sondern subjektiv. Das eigene Gefühlsleben und die eigene Erfahrung sind dem Einzelnen mehr wert, als die Erfahrungen der Urchristen.

Der Glaube ist beliebig geworden. Jeder darf glauben, was er will. Auf der einen Seite ist es gut so, auf der anderen Seite ist die Frage, was ist der richtige Glaube?

Gott soll die Ehre bekommen und nicht der einzelne Mensch.

Die Gläubigen geben sich nicht mehr mit dem Erfahrungen der Urchristen zufrieden. Sie wollen eigene geistliche Erfahrungen haben. Es reicht auch nicht mehr die Bibel als Glaubensgrundlage. Es müssen neue individuelle Glaubenserfahrungen her. Das entwertet die Glaubwürdigkeit der Bibel und stellt sie auf dieselbe Stufe der Spekulation. Heutzutage sind individuelle Weisungen erwünschte und nicht mehr allgemeine Verhaltensregeln.

In der Postmoderne ist nur wahr, was ich selber erlebt habe. Schauen – statt Glauben.
Echter biblischer Glaube entsteht aufgrund des Wort Gottes und nicht auf Gefühlsempfinden. Es wird das Sinnliche überbetont. In der Bibel wird Augenlust und Fleischeslust als Sünde dargestellt. In der Bibel ist die Erkenntnis des Wortes Gottes das maßgebende Ziel und nicht das Wohlgefühl beim Gesang.

Ebenso hat sich das Gottesbild erheblich vom respektvollen Vater zum Kumpel oder Liebhaber verändert.

Zu den egoistischen Zügen in der Kirche sind Unverbindlichkeit und Gleichgültigkeit aller Glaubensmöglichkeiten eingezogen. Desinteresse und Konsumdenken (was bringt mir der Gottesdienstbesuch für mich selber) sind sehr modern.

Es ist modern den eigenen Glaubensstil zu finden der sich auch z.B. in der Natur oder im guten Essen zeigen kann.

Es ist nicht mehr gefragt, ob ich Bibellese oder treu mich in der Gemeinde um meine Glaubensgeschwister kümmere.

In dem Buch werden aktuelle Evangelisten z.B. Joyce Meyer oder Christian Schwarz  vorgestellt.
Christian Schwarz hat das Buch die 3 Farben deiner Spiritualität geschrieben. In dem stellt er verschiedene Wege der Gottesbegnung  heraus. Es heißt: Durch Vielfalt ist alles Recht und Jesus repräsentiert alle Glaubenswege.
In ihm sind alle Glaubenswegen zusammengefasst und alle Wege sind gleichgut. Die Gläubigen können selber wählen welchen Glaubensweg sie besser finden und welcher Stil zu ihnen passt.

Es steht das Bedürfnis des Einzelnen im Vordergrund vor der Christusnachfolge zur Gefühlsnachfolge. Wege und Mittel des Glaubenslebens werden durch das eigene Wohlgefühl des Spürens und Fühlens als der Richtige Weg festgestellt.

Jeder kann nach seiner eigenen Fasson glücklich werden und seinen Glauben seiner individuellen Gefühlsbedürftigkeit leben.

Bei Joyce Meyer
Ihr großer Werbespruch heißt: Genieße das leben. Es ist eigentlich Egoismus so etwas zu sagen. Andererseits ist es auch nicht verkehrt, wenn man statt nur genießen auch betont, dass man das genießen kann was man sich erarbeitet hat und nicht von einer Arbeit zu anderen hetzt.
In Ihrer Glaubenszentrale repräsentiert sie Wohlstand und hat auch aufgrund ihrer vielen Bücher gute Einnahmequellen für viele Hilfsprojekte.


Sie stellt in den Vordergrund, dass ich mir nur ein besseres Leben wünschen muss und mir immer wieder vorsagen soll, dass ich das bekomme, dann wird es schon werden.


Sie findet es auch in Ordnung mit dem Teufel zu reden und ihn in die Schranken zu weißen.

In vielen Vorträgen begeistert sie die Massen. Man hat das Gefühl in einem Station zu sein. Vielleicht ist das in Amerika so modern. Aber für mich ist das befremdlich.

meine Meinung
Ich finde den Cover sehr schön. Der blaue Himmel und das Meer zeigen als Sinnbild die unendlichen Möglichkeiten, die einen heutzutage auftun können. Irgendwie fühle ich mich als Rückständig, wenn ich den Titel lese: Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel? Bin ich noch richtig oder altmodisch?

In den ersten 100 Seiten wird erklärt wie sich der Glaube der Zeit Jesu und der heutigen Zeit vom Vertrauen auf das Wort zum Vertrauen auf das Gefühl verändert hat. Es werden die Hintergründe der Postmoderne erläutert und anhand mehrerer Beispiele  z.B. Karl Rahner dargelegt wie heutzutage allgemein geglaubt wird. Es sind einige Stellen im Anfangskapitel, die ich schwer zu verstehen fand z.B. Apologetik.

Bis Seite 300 werden hier anhand aktuelle Evangelikaler erklärt wie diese das Evangelium auslegen und anhand welcher Praktiken diese das Evangelium auf die heutige Zeit auslegen.

Im letzten Kapitel „Was Bibelmüde wirklich brauchen“ wird nochmal geschildert wozu Bibellesen doch noch wichtig ist.

Fazit
Das Buch enthält eine gute Einleitung über die aktuelle Predigtpraxis  aktueller Evangelisten. Es ist sehr interessant sich vor Augen zu halten, wie sich die Glaubenswelt in den letzten Jahren auf das Vordergründige Gefühl verlagert hat. Die vielen Bibelstellen sind zwar als Verweis auf die Bibel interessant zu lesen. Sind aber doch sehr sehr viele und reißen den Inhalt etwas auseinander. Der Autor hat sich aber große Mühe gemacht die vielen Stellen herauszufinden.

ich finde das Buch sehr lesenswert und interessant die Augen geöffnet zu bekommen wie aktuell in der westlichen Welt geglaubt wird. Andererseits ist es wichtig sich auch selber die Meinung zu bilden, ob man das richtig oder gut findet.

Danke sagen möchte ich, dass ich ein Rezensionsexemplar zum Durcharbeiten bekommen habe.

Ich gebe dem Buch 4 Sterne  ☆☆☆☆